Checkliste - Was du vor, während und nach dem Praktikum beachten solltest

Du hast dich erfolgreich auf ein Auslandspraktikum beworben? Herzlichen Glückwunsch! Doch jetzt nicht die Füße hochlegen, denn es gibt eine Menge zu organisieren und zu planen. Damit du nichts vergisst, haben wir hier eine Checkliste für dich zusammengestellt.

Vor dem Auslandsaufenthalt

  • Genügend Vorbereitungszeit einplanen. Vier bis sechs Monate sollten es sein.
  • Lebenslauf und evtl. ein Anschreiben auf Englisch oder in der benötigten Fremdsprache verfassen. Dabei hilft der Europass-Lebenslauf – die Vorlage gibt es in allen europäischen Sprachen hier: www.europass-info.de
  • Zeitpunkt des Praktikums im Betrieb und der Berufsschule abstimmen. Freistellungen beantragen.
  • Informiere deine IHK oder HWK und frage nach Tipps und Unterstützung. Bei Auslandsaufenthalten von über vier Wochen musst du außerdem eine Lernvereinbarung mit deiner Kammer abstimmen. Darin wird festgelegt, was du im Ausland lernen möchtest.
  • Um Versicherungen kümmern. Besonders die Auslandskrankenversicherung, Haftpflicht- und Unfallversicherung sind wichtig. Auch eine Reiserücktrittkostenversicherung kann Sinn machen.
  • Eine Unterkunft suchen. Oft vermitteln die Organisatoren des Auslandsaufenthalts eine Gastfamilie oder eine Wohnung. Falls nichts, bitte deinen Praktikumsbetrieb um Hilfe bei der Wohnungssuche.
  • Finanzierung klären. Deckt das Erasmus+-Stipendium alle Kosten? Plane etwas mehr Geld ein, als du Zuhause im Monat benötigst – besonders, wenn du noch bei deinen Eltern wohnst.
  • Klären, ob du ein Visum benötigst. Als Einwohner oder Einwohnerin eines EU-Mitgliedstaates brauchst du normalerweise kein Visum für ein Praktikum in einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Bist du jedoch kein deutscher Staatsbürger oder keine deutsche Staatsbürgerin, benötigst du evtl. ein Visum. Die Kosten können über Erasmus+ gedeckt werden. Informiere und kümmere dich rechtzeitig!
  • Frische deine Sprachkenntnisse auf. Schlage wichtige Fachbegriffe für deinen Beruf in der Landessprache und auf Englisch nach. Eventuell kannst du vorab auch einen Sprachkurs im Gastland oder online absolvieren.   
  • Interkulturelle Vorbereitung: Informiere dich über dein Gastland. Wie ist die Arbeitskultur? Was sind Do's und Don’ts im Miteinander? So vermeidest du Fettnäpfchen. Manche Berufsschulen, Betriebe oder Kammern bieten auch Workshops zur Vorbereitung an. Diese solltest du nutzen.
  • Anreise: Buche rechtzeitig deinen Zug oder Flug. Informiere dich, wie du vom Bahnhof oder Flughafen zu deiner Unterkunft oder zum Betrieb kommst und ob dich jemand abholen kann.
  • Geld wechseln: Nicht in allen EU-Staaten gibt es den Euro. Für den Anreisetag ist es gut, ein paar Pfund oder Kronen in der Tasche zu haben. Informiere dich auch bei deiner Bank, ob du im Ausland Geld abheben kannst.  
  • Speichere die wichtigsten Nummern für den Notfall in dein Handy ein.
  • An Sicherheits- und Arbeitskleidung denken. Musst du diese mitbringen oder stellt sie der Betrieb vor Ort?

Tipps: Weitere praktische Hinweise und Vordrucke für Formulare und Vereinbarungen findest du im Ratgeber der Mobilitätsberaterinnen und -berater "Berufsbildung ohne Grenzen - Das Handbuch".

Während des Auslandsaufenthalts

  • Stoff aus der Berufsschule nachholen: Bleibe auf dem Laufenden, was in der Berufsschule passiert. Dann fällt der Wiedereinstieg nach dem Praktikum nicht so schwer. Deine Lehrer oder Freundinnen können dir den Unterrichtsstoff mailen oder über einen Server zukommen lassen.

Nach dem Auslandsaufenthalt

  • Lass dir den „Europass Mobilität“ ausstellen. Dieses europäische Dokument zeigt, welche Fähigkeiten du während des Auslandspraktikums erworben hast - ein Plus für spätere Bewerbungen. Den Europass Mobilität erstellt die Einrichtung, die das Auslandspraktikum organisiert hat. Mehr Infos: www.europass-info.de
  • Halte den Kontakt zu deinem Gastbetrieb und deinen neuen Freundinnen und Freunden.
  • Erzähle im Betrieb, was du im Ausland erlebt und gelernt hast. Danke deinem Chef oder deiner Chefin für die Möglichkeit und zeige ihnen, dass sich der Auslandsaufenthalt für alle gelohnt hat.