Hannah - Offen für fremde Kulturen: Elektronikerin Hannah hat das Fernweh gepackt

Gereist ist Hannah Beggel schon immer gerne. Bereits bei ihrer Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz wollte sie ihre Reiselust mit ihrer beruflichen Zukunft verbinden. Daher bewarb sie sich bei Liebherr-Verzahntechnik in Kempten. Das Unternehmen organisiert schon seit zehn Jahren einen Austausch seiner Auszubildenden mit verschiedenen Firmen und Berufsschulen in Norwegen.

Hannah hat eine Ausbildung zur Elektronikerin für Betriebstechnik gemacht. 2013 verbrachte sie in ihrem zweiten Lehrjahr vier Wochen in Trondheim. Dort arbeitete sie mit sieben anderen Liebherr-Azubis in verschiedenen Betrieben und besuchte die Partnerschule, in der sie Module des deutschen Ausbildungskonzepts vorstellte.

Praktikum bei Siemens in Norwegen

Während ihres Praktikums arbeitete Hannah bei Siemens. Am Standort Trondheim  werden unter anderem Schaltschränke für Ölplattformen hergestellt. Solch einen Schaltschrank hat Hannah in ihrem Praktikum montiert und verdrahtet. Dieser Aufgabe fühlte sie sich durch ihre Ausbildung in Deutschland gut gewachsen. Ihre norwegischen Kolleginnen und Kollegen haben sie so herzlich bei Siemens aufgenommen, dass die Nervosität vor dem Arbeitsalltag im fremden Land schnell verflogen ist. Hannahs Fazit aus ihrem Praktikum: „Ich konnte neue Eindrücke in der Arbeitswelt sammeln und sehen, wie die Arbeit in einem anderen Land abläuft. Natürlich konnte ich auch meine Englischkenntnisse anwenden und verbessern.“

In ihrer Freizeit unternahmen Hannah und die anderen Liebherr-Azubis viel mit den norwegischen Schülerinnen und Schülern, die vorher ein Praktikum bei Liebherr gemacht hatten. So machten sie zum Beispiel eine Schifffahrt mit anschließendem Grillen, kochten zusammen oder besuchten ein Fußballspiel des Clubs Rosenborg Trondheim. Auch den norwegischen Nationalfeiertag verbrachten sie gemeinsam. „Gerade der Kontakt zu den norwegischen Schülern hat mir einen Einblick in die norwegische Kultur gegeben, die man vielleicht sonst, als normaler Tourist, nicht erleben kann“, erzählt Hannah.

Persönlich hat sie während des Auslandsaufenthalts ebenfalls viel gewonnen: „So ein Auslandsaufenthalt macht auf jeden Fall selbstbewusster und selbstständiger.“ 

Nächste Stationen: Südkorea und Schweden

Seit dem Norwegenaustausch sind Hannahs Fernweh und ihr Interesse an fremden Kulturen noch größer geworden, sodass sie sich ein Jahr später auf einen Montageeinsatz bei Liebherr-Kunden in Südkorea wagte. Dort führte sie zusammen mit einem Liebherr-Monteur Wartungs- und Umbauarbeiten an verschiedenen Maschinen durch.

Seit Abschluss ihrer Ausbildung im Januar 2015 und nach erfolgreicher Einarbeitung als Inbetriebnehmerin bei Liebherr ist sie nun für die Inbetriebnahme der Liebherr-Automationssysteme bei einem Kunden in Schweden verantwortlich.

Nach der ersten Auslandserfahrung in Norwegen in der Gruppe traut sich Hannah nun zu, allein in ein vollkommen fremdes Land zu fliegen und dort zu arbeiten. Ihr Tipp für andere Azubis, die ins Ausland wollen: „Man sollte auf jeden Fall offen sein für fremde Kulturen, neue Menschen und vor allem das Essen.“