Sarah - London Calling

Ein Bericht von Sarah Große, Auszubildende zur Kauffrau für Büromanagement

Mein Name ist Sarah und ich wohne in einer kleinen Stadt in der Nähe von Osnabrück. Meine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement absolviere ich seit August 2016 bei einer großen Spedition. Im Zuge meiner Zusatzqualifikation zur Europakauffrau habe ich im März 2018 ein sechswöchiges Auslandspraktikum am European College of Business and Management (ECBM) in London verbracht.

Den Hinweis, dass ich mich beim ECBM um einen Praktikumsplatz bewerben kann, bekam ich von meinem Ansprechpartner von der Bildungsvereinigung Arbeit und Leben Nds. Nord gGmbH, welcher sich auch um die Anträge für die Förderung durch Erasmus + gekümmert hat.

Die Anreise

Meine Reise startete an einem Freitagabend am Dortmunder Hauptbahnhof. Anstatt den Flieger zu nehmen, hatte ich mich entschieden, mit dem Bus zu fahren. Eine knapp zwölfstündige Busfahrt erwartete mich – neben einem sehr vollen Bus und zweimaliger Ausweiskontrolle an den Grenzen von Frankreich und dem Vereinigten Königreich ging es mit dem Eurotunnel nach England. In meiner Vorstellung handelte es sich um einen großen Tunnel unter dem Meer, durch den der Bus durchfährt. Ich war verblüfft als ich feststellte, dass wir mit dem Bus in einen schmalen Wagon eines Zuges einfuhren, der uns innerhalb von 35 Minuten durch den Tunnel nach England brachte – ein merkwürdiges Gefühl, zu wissen, dass man sich gerade unter dem Meeresgrund befindet. Trotz allem bin ich gut angekommen!

Mein Arbeitsalltag in London

Mein Arbeitstag begann immer um 09:00 Uhr und endete um 17:30 Uhr. An meinem ersten Tag im Praktikum lernte ich bereits drei andere Praktikanten kennen, mit denen ich mich in den nächsten Wochen anfreundete und viel unternommen habe.

Ich hatte unterschiedliche Aufgaben am ECBM. Zum einen gab es für uns Praktikanten die sogenannten Rota-Aufgaben, für die jeder abwechselnd eingetragen war. Dazu gehörte zum Beispiel die Arbeit am Empfang des ECBM, wo man Telefonate entgegennahm, Besucher begrüßte und deren Fragen beantwortete. Zum anderen arbeitete ich mit meiner sogenannten „line managerin“ zusammen in einem kleinen Büro. Sie gab mir vorwiegend Aufgaben zur Datenpflege. Zum Beispiel ergänzte ich Daten von Studenten des Colleges in Excel-Tabellen oder bereitete Dokumente zum Versand vor.

 

Die Einfahrt für den Bus in den Zug, der durch den Eurotunnel fährt.
Der Arbeitsplatz am Empfang.
Das Büro, das ich mir mit meiner „line managerin“ geteilt habe.

„Gewohnt habe ich während meines Aufenthalts in London in einem AirBnB-Zimmer im Stadtteil Holloway (nördlich von der City of London). Meine Gastgeber kamen aus Finnland und Singapur und luden mich einige Male zum Abendessen ein. Wir unterhielten uns viel über die verschiedenen Gewohnheiten der unterschiedlichen Kulturen und ich konnte viele neue Einblicke gewinnen. London ist so multikulturell!“

Rosi, die Katze meiner Gastgeber, die es sich gerne mal in meinem Kleiderschrank gemütlich gemacht hat.

Das bin ich. Im Hintergrund: Das London Eye.

„Meine Freizeit verbrachte ich damit, so viel wie möglich von London zu sehen und so viel wie möglich zu besichtigen. An den Wochenende machte ich gelegentlich Tagestrips und besuchte Städte wie Oxford, Brighton oder Manchester. Wenn man schon einmal in England ist und die Gelegenheit hat, das Land zu erkunden, sollte man sich dies nicht entgehen lassen.“

London hat so viele schöne Parks! Hier sieht man den Regent’s Park in Camden.
Afternoon Tea in London – ein Muss!
Ausflug nach Oxford. Wo sind die Harry Potter Fans? :-)

„Durch den Auslandsaufenthalt habe ich Selbstvertrauen und mehr Eigenständigkeit gewonnen. Ich habe erkannt, dass man Dinge einfach umsetzen sollte, anstatt immer nur von ihnen zu reden. Klar ist es am Anfang nicht gerade einfach, seine „Komfortzone“ zu verlassen und Dinge zu tun, die man noch nie vorher getan und vor denen man vielleicht auch etwas Angst hat. Aber es sind genau diese Dinge, die uns helfen, über uns hinauszuwachsen und selbstbewusster zu werden.“

In Brighton.
„Ein Auslandsaufenthalt ist eine einmalige Erfahrung – wenn man die Chance dazu hat, sollte man sie definitiv ergreifen! Ein großes Dankeschön geht an das Erasmus + Programm, durch das ich finanziell unterstützt wurde und an meine entsendende Organisation, die mir bei der Vorbereitung und bei Fragen während des Praktikums immer geholfen hat!“

Alle Bilder © Sarah Große