So überzeugst du deine Lehrer, Eltern und Ausbilder - Mit guten Argumenten

Wenn du während deiner Ausbildung ins Ausland möchtest, solltest du deine Pläne frühzeitig mit deinem Ausbilder, deiner Chefin und deiner Berufsschule besprechen – denn deren Zustimmung brauchst du. Und auch deine Eltern solltest du mit ins Boot holen. Wenn alle dich sofort unterstützen wollen – umso besser. Möglicherweise haben sie aber Bedenken, ob ein Auslandspraktikum eine gute Idee ist. Wir helfen dir, sie im Gespräch von deinem Auslandstraum zu überzeugen.

Hier findest du einige gute Argumente, warum du ins Ausland gehen solltest:

Deine Ausbilderin oder dein Chef meinen vielleicht: Dann fehlst du ja einige Zeit im Betrieb und wir müssen dich trotzdem weiter bezahlen. Wir brauchen dich und deine Arbeit hier.

Deine Antwort: Du bist ja nicht im Ausland, um dort bezahlten Urlaub zu machen, sondern du wirst dort arbeiten und eine Menge lernen. Du wirst deine Sprachkenntnisse verbessern und neue Arbeitstechniken erwerben. Die kannst du dann später in deinem Heimatbetrieb einbringen. Davon profitiert auch dein Chef – z.B. wenn du mit Kundschaft auf Englisch sprechen kannst, die neue Software schon aus dem Praktikum kennst oder Rezepte aus Spanien mitbringst.

Deine Lehrerinnen und Lehrer könnten sagen, dass du zu viel Stoff in der Berufsschule verpasst. Denke doch an die Prüfungen und an deine Noten!

Deine Antwort: Ja, du wirst ein paar Tage oder Wochen fehlen. Aber: Den Stoff kannst du nachholen. Deine Lehrer oder Freundinnen können dir den Unterrichtsstoff z.B. mailen. So bleibst du auch im Ausland auf dem Laufenden. Wenn du Blockunterricht hast oder dein Praktikum während der Ferien absolvierst, verpasst du fast nichts oder eher wenig. Natürlich ist es sinnvoll, nicht direkt vor den Prüfungen ins Ausland zu gehen. Finde mit deinen Lehrinnen und Lehrern gemeinsam eine Lösung, die für alle passt. Ein Auslandsaufenthalt ist eine tolle Chance, die dich weiterbringt. Das sieht sicher auch deine Berufsschule so. Und: Ein Auslandspraktikum ist nicht nur etwas für Schülerinnen und Schüler mit einem Einserdurchschnitt. Viel wichtiger sind Motivation, Eigeninitiative und Selbstständigkeit. Auch fließende Fremdsprachenkenntnisse sind nicht unbedingt ein Muss – gerade bei praktischer Arbeit oder im Handwerk kannst du mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Englisch eine ganze Menge ausdrücken.

Deine Eltern machen sich möglicherweise Sorgen, ob sie ihr Kind alleine in ein fremdes Land reisen lassen möchten.

Deine Antwort: Ein Aufenthalt im europäischen Ausland ist sehr sicher. Erkläre deinen Eltern, was du im Ausland machen wirst, was für eine tolle Chance das ist und binde sie in die Planungen mit ein. Schreibe dir und deinen Eltern außerdem alle wichtigen Telefonnummern und Adressen auf, z.B. von deiner Unterkunft, dem Gastbetrieb und Ansprechpersonen vor Ort. Das gibt ihnen und dir Sicherheit. Und über die eine oder andere Postkarte freuen sich deine Eltern bestimmt.

Wichtig ist aber auch: Gehe nur ins Ausland, wenn DU es willst. Und nicht, weil dich jemand anderes dazu überredet.

Mehr Informationen zu Erasmus+ für deinen Betrieb oder deine Berufsschule gibt es auf www.na-bibb.de. Dort wird auch erklärt, wie sie Erasmus+-Fördergelder beantragen.